der erste Camping Urlaub

Ob Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt – mit diesen Tipps gelingt der erste Camping Urlaub. Garantiert!

Camping hier, Camping da. Alle Welt scheint diese wunderbare Art des Reisens zu erforschen – und auch Dich hat dieser Gedanke gepackt. Eines sei vorweg gesagt: wir lieben es, mit unserer Wohndose am Haken durch die Gegend zu fahren und tolle Momente zu erleben. Dabei ist es egal, ob es der längere Urlaub am Meer ist oder „nur“ der schnelle Trip an einen der nahe gelegenen Seen im Münchner Umland. Wenn auch Du nun dieses Camping Fieber erleben magst, möchten wir Dir ein paar Tipps mit auf Deinen Weg geben, damit auch Du sagen kannst: der erste Camping Urlaub – so gelingt er garantiert.

Die persönlichen Interessen.

Die allererste Frage, die Du Dir stellen darfst, ist natürlich: wer fährt? Du alleine? Familie? Hund? Was sollen und wollen die Reisenden erleben? Absolute Ruhe? Sightseeing in den großen Städten? Strand oder doch Berge? Hier gilt es natürlich, die ersten Weichen für alles Weitere richtig zu stellen, damit der erste Camping Urlaub auch wirklich perfekt werden kann. Wägt das jeweilige Für & Wider gut ab, damit sich dann im Urlaub nicht herausstellt, dass die Dame des Hauses doch lieber in die Berge gefahren wäre, während Ihr nun zwei Wochen an der Adria schmort.

Wir – da bin ich ehrlich – sind da auch nicht immer ganz einig, was das richtige Ziel angeht. Doch manchmal ist die Lösung recht einfach. So mag Steffi zwar auch mal den Müßiggang am Strand, aber 14 Tage sind ihr dann einfach zu lang. Und ich muss im Urlaub nicht drei Tage durch die Gegend rennen wie von der Tarantel gestochen. Was tun? Ganz einfach.

Ich war letztes Jahr mit den Mädels 14 Tage in Jesolo und Steffi hat sich vier Tage einfach mit dem Flieger von Venedig nach Rom verabschiedet und die Stadt unsicher gemacht. So hatten wir alle genau das, was wir wollten und somit einen tollen Urlaub. Kurz getrennt. Meistens beisammen. Und unter uns – all die Bilder, die sie mir dann aus Rom schickte, kannte ich schon. Von google earth… Hüstel.

Der richtige (Camping)Platz für den ersten Camping Urlaub.

Machen wir uns nichts vor – Campingplätze gibt es wie Sand am Meer. Da ist es nicht immer ganz leicht, den passenden Platz zu finden, damit der erste Camping Urlaub auch wirklich unvergesslich wird. Denn klaffen die Erwartungen und die harte Realität aufeinander, kann es schon mal zu Enttäuschungen kommen.

Gottlob hilft uns das Internet an dieser Stelle meistens super weiter. So kannst Du auf ganz unterschiedliche Suchmaschinen zurückgreifen, Dir über Apps auf dem Handy eine Menge Informationen holen und auch in unterschiedlichen Gruppen und Foren im Internet immer brandheisse Tipps bekommen.

screenshot (c) camping.info

Dabei sei natürlich auch unsere gar nicht mehr so kleine Camper Karte zu erwähnen, auf der mittlerweile auch schon Dutzende persönlich getestete Plätze vorgestellt werden. Und auch in unserer FaceBook Community wirst Du garantiert ganz viele tolle Tipps zu allen möglichen Camping Varianten erhalten.

Darüber hinaus möchten wir Dir zum einen die App camparound empfehlen, die wir vor einiger Zeit in einem kurzen Video vorstellen durften und zum anderen auch noch folgende Links aufführen:

  • Camping.info – ein riesengroßes Portal mit schier unendlicher Platzauswahl
  • Landvergnügen – ein spezielles Portal für den Camping Urlaub „mal anders“ – nämlich auf dem Bauernhof, Weingütern oder ähnlich urigen Orten
  • ACSI Camping Card – mit tollen Rabatten in der Nebensaison
  • ADAC Campingführer – natürlich der große gelbe auch nicht fehlen

Auf allen hast Du die Möglichkeit, ganz nach Deinen oder Euren Wünschen den passenden Platz zu finden. Selektiere einfach nach den gewünschten Kriterien (Pool, Animation, Sport, Hunde – nicht überall erlaubt!, Umgebung, …) und suche Dir aus den Treffern Deinen Wunschplatz für den perfekten ersten Camping Urlaub heraus.

Der erste Camping Urlaub – buchen oder einfach drauf los?

Auch hier steht und fällt die Antwort auf diese Frage mit dem „wann willst Du fahren“? Geht es in den (Sommer)Ferien mit der Familie an die Adria auf einen der bekannten Plätze wie Union Lido, Jesolo International oder Marina de Venezia? Dann lautet unsere Antwort ganz klar: buchen! Nichts ist ärgerlicher, als nach einer längeren Anreise keinen geeigneten Platz zu finden und 2-3-4 Tage umher zu irren.

screenshot (c) Marina di Venezia

Dabei sei Dir bitte bewusst, dass viele dieser begehrten Plätze bereits im Herbst des Vorjahres mit den Reservierungen / Buchungen beginnen und der geneigte Urlauber dann im Frühjahr mit dem berühmten Ofenrohr ins Gebälk schauen kann.

Auf der anderen Seite ist auch in Zeiten des Camping Booms das Reisen außerhalb der Ferien recht entspannt und man bekommt (fast) immer eine kleine Parzelle auf dem gewünschten Campingplatz.

Wir halten es in der Regel so: wenn uns unterhalb des Jahres die Lust packt und wir für ein Wochenende los wollen, schauen wir schnell im Netz oder einer App nach geeigneten Plätzen in der jeweiligen Region, rufen kurz an (ja, selbst das geht in 2018 noch) und dann geht es auch schon los. Den Sommerurlaub buchen wir mittlerweile im Voraus, auch wenn sich bei diesem Thema die Camping-Geister scheiden und schier unendliche Diskussionen über den Sinn & Unsinn von Buchen oder eben Nicht-Buchen die Camperforen füllen.

Was muss mit? Und was nicht?

Ich kann mich gut entsinnen – damals, als wir zum ersten Mal mit einem Mietcaravan gen Italien starteten. Rückblickend muss ich wohl zugeben, wir waren sicherlich überladen. Man hat aber auch so unendlich viel Platz. Noch ne Hose. Ach komm, dies & das packen wir auch noch ein. Und so kommt das eine zum anderen. Um dann feststellen zu müssen: das meiste haben wir überhaupt nicht benötigt.

Auf vielen Campingplätzen gibt es zum Beispiel moderne Waschmaschinen und Trockner, so dass auch im Urlaub mal eine Fuhre gewaschen werden kann. So können zB. 287 Handtücher daheim bleiben. Das Auto freut sich. Und Deine Zuladung auch. Wir werden Dir nun nichts darüber erzählen, was Du alles mitzunehmen hast. Aus der Erfahrung allerdings sagen wir: es ist eh immer zu viel…

Denke einfach an alle wirklich wichtigen Utensilien & Dinge wie Ausweise, Medikamente, Handy / Ladekabel etc. Der Rest findet sich schon. Hey, es ist immer noch Camping und so lange Du nicht in die Sahara fährst, wird man eventuell vergessene Sachen, die man nun doch unbedingt haben will oder gar muss, auch in Italien oder Schweden kaufen können. Auch wenn dort der Alkohol ganz schön teuer ist. Lass die 10 Kisten Augustiner trotzdem daheim.

Die stressfreie und sichere Anreise zum Urlaubsort.

Ok, sind wir ehrlich: die Fahrt mit dem Auto birgt immer die ein oder andere unvorhersehbare Situation. Doch natürlich wollen wir diese Risiken so weit als möglich minimieren.

Zunächst denk daran, dass Du mit dem Caravan eben nicht mit 250 über die BAB ballerst, sondern gemütlich mit 80 oder 100 km/h von A nach B tuckern wirst. Das ist Physik. Und oder so. Und dauert eben auch ohne Stau länger. Wir haben für uns folgende Regelung getroffen: geht es weiter weg, fahren wir nicht weiter als max. ca. 500 km am Tag. Das ist selbst ohne Verkehrsbehinderungen sportlich. Nicht nur für die Kids auf dem Rücksitz, sondern auch für Dich. Denn glaub mir, das entspannte Fahren entspannt eben sehr. Und so ist man(n) dann irgendwann auch froh, wenn man den Motor abstellen kann.

Großer Vorteil? Wir haben unser Bett doch immer dabei. Also plane Deine Route in den Urlaub doch einfach mit google Maps. Wie weit wollt Ihr pro Tag fahren? Wo werdet Ihr ggf. Pausen machen? Und welche Plätze (am besten mit Transit Stellplätzen!) gibt es in der Region? So ein Transitbereich ist übrigens super – man muss nicht wild auf dem Platz rangieren, sondern bleibt (manchmal sogar angekoppelt) auf einem der vorderen Bereiche des Campingplatzes.

Und etwas Mutigere gehen einen kleinen Schritt weiter: sie übernachten auf einem Autohof am Rande der Autobahn. Diese sind manchmal kostenpflichtig (ganz schmaler Taler) und oftmals bewacht, bieten im Rasthof sanitäre Anlagen und mehr oder weniger kulinarische Highlights und ein spezielles Flair. Hier findest Du bei caravaning.de einen kleinen Bericht darüber. Geheimtipp gefällig? Niemals nie neben einem Kühltransporter stehen. Das Aggregat wird Dich wahnsinnig machen. Garantiert!

Darüber hinaus solltest Du auch nicht gleich am ersten Tag der Sommerferien aufbrechen – es sei denn, Du willst eine Staugarantie. Viele Camper fahren spät abends los, die Kids können im Auto pennen und Du Kilometer machen.

Und bitte denk auch daran, das Zugfahrzeug nochmals checken zu lassen. Immerhin hängen nun 1,5 plusminus Tonnen am Haken, die der Wagen und auch Du im Zweifelsfall nicht gewohnt sind. Solltest Du Dir noch etwas Sicherheit im Umgang mit dem Gespann holen wollen, empfehlen wir auf jeden Fall ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC. Selbst der geübteste Autofahrer kann mit einem 7 Meter Hänger manchmal an seine Grenzen kommen…

Dass sich Themen wie Verkehrssicherheit der Fahrzeuge von selbst erklären, ist hoffentlich recht einleuchtend. Lichter. Profiltiefe. Stützlast & max. Gewicht. Solltest Du dazu weitere Fragen haben, so findest Du auf unseren Seite schon heute eine Menge Infos. Und wenn Du mit einem Mietwohnwagen auf dem Weg in den ersten Camping Urlaub ist, lass Dir bitte alles genau erklären! Wie funktioniert die Heizung? Der Kocher? Wie koppelt man an und ab? Ein wirklich guter Vermieter wird Dir eine Checkliste und Anleitungen mitgeben, mit denen Du dann immer gut gewappnet bist.

Die Abfahrt und die Ankunft beim ersten Camping Urlaub.

Das Ziel ist definiert? Die Vorfreude groß? Die Route gewählt? Dann geht es los. Ein letzter Check, Proviant in flüssiger und fester Form an Bord (am besten in einer 12V Kühlbox) und nun gilt es – los geht´s.

Und es gilt vor allem eines – ruhig Blut. „Irgendwas ist immer“ ist für uns zu einem running gag geworden und ja, es bewahrheitet sich auch (fast) stets. Mit einem Schmunzeln wird alles besser funktionieren und ein großes Faustpfand hast Du in der Hand: wir sind Camper. Und wir helfen uns.

Egal ob es darum geht, den Caravan ohne Mover auf die Parzelle zu schieben oder irgendwo an der Technik etwas nicht so klappt wie Du es Dir erhofft hast. Mach Deinen Mund auf und sprich andere Camper an. Denn genau das ist das, was wir an Camping so lieben. Man hilft sich. So einfach ist das.

Wenn Du das ein oder andere von unseren kleinen Tipps beherzigst, dann steht dem perfekten ersten Camping Urlaub nichts mehr im Wege. Und wenn Du auf dem Platz richtig glänzen willst, dann wirf noch einen Blick auf unsere Gos & NoGos auf dem Campingplatz. Die – zugegeben – nicht immer ganz ernst gemeint sind. Oder etwa doch? Wer weiß das schon…

Hab(t) eine supertolle Zeit und ganz viel Spass! Und wenn Dir der kleine Artikel gefallen hat, so freue ich mich sehr auf ein kurzes Feedback unten in den Kommentaren!

Bis bald – und immer dran denken: happy Camping. Und oder so.

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