Campingurlaub auf Fehmarn – Teil 2

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Nachdem wir nun die Woche zuvor „Strukkamphuk“ hinter uns gelassen und uns am Samstag früh um 10Uhr auf den Weg zum Inselcamp Fehmarn gemacht haben um dort unser neues „Fort“ zu errichten, ist uns erstmal bewusst geworden wieviel Stress das bedeutet – Untereinander!

Unser Anfahrtsweg war uns schon von früheren Besuchen bekannt, sodass wir gleich die Anmeldung angesteuert haben. Uns wurde vor Mittag „Einlaß gewährt“ via Kennzeichenscan. Eine wundervolle Errungenschaft, die der Erfindung des Geschirrspülers nahe kommt!

[Unfallbericht die Erste: Beim Ankuppeln des Wohnwagens in Strukkampshuk ist mir bzw. meiner Frau ein kleines Malheur passiert. Einmal zu kräftig die Dose an die Kupplung geschoben und bums…megafetter Kratzer im Stossfänger hinten. Nach lautstarker Klärung der Schuldfrage habe ich innerlich geweint und für mich entschieden: Sie war´s]

Unser Stellplatz war ca. 100m² groß und liegt direkt hinter dem großen Sanitärhaus. Wasser- , Strom- und Kabelanschlüsse liegen an. Rasen ist zwar verbrannt, aber das ist momentan ein deutschlandweites Problemchen und nicht weiter tragisch.

Durch nachbarschaftliche Hilfe war das Rangieren kein Problem. Alles angestöpselt, Tank aufgefüllt, Sonnendach aufgebaut und erstmal rumgeschaut. Nett hier! Hat sich augenscheinlich nichts die letzten 3Jahre verändert.

[Unfallbericht die Zweite: Beim Abkuppeln des Wohnwagens im Inselcamp habe ich gedankenversunken das Kupplungsseil nicht gelöst, dafür aber den Rest! Als ich nun das Auto zu seinem Parkplatz fahren wollte, hat es einen riesen Knall gegeben und das Abrissseil war Geschichte. Direkt unter dem Kratzer hing der Rest des Seils…(Neuanschaffung konnte mit Hilfe des Forums zeitnah realisiert werden)]

Für uns war das Inselcamp lange Zeit das Maß der Dinge, deswegen sind wir umso kritischer, weil wir in den letzten 3 Jahren doch einige sehr schöne Plätze erleben durften und somit auch Vergleiche ziehen.

Der Strand ist sauber mit feinem Sand und das Wasser hat sehr gute Qualität. Auch hier ist der Meeresboden aus Sand (flacht sehr langsam ab). DLRG Wächterhäuschen und eine kleine Imbissbude mit Würstchen im Brötchen, Kaffee und Kuchen sind auch da! Super! Wir haben sofort am nächsten Morgen einen Strandkorb für 48€/Woche gemietet. Urlaubsfeeling pur!

Die Sanitäranlagen waren ausreichend gepflegt und relativ neu. Einziges Manko ist, dass es sich ausschließlich um Kabinen handelt, sodass man alles mitbekommt was da so passiert. Wirklich alles! Dafür gab es einen Daumen nach unten. Ebenso gibt es Waschmaschinen für 4€/Wäsche und Trockner für 1€/Durchgang. Hammerpreis! Im negativen Sinne.

Wovon ich schon gehört habe, es aber noch nicht testen konnte, war für mich das (technische) Highlight im Sanitärbereich! Die automatische Toilettentankreinigung! 1€ reinwerfen und das Ding kommt 2-3 Minuten später gereinigt wieder raus. Noch so eine Errungenschaft, die man nicht mehr missen möchte.

Da wir für die gesamte Zeit des Urlaubs keine Fährräder für uns Eltern dabei hatten, wollten wir uns auf jedem Platz welche leihen. Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass dieser 5-Sterne Campingplatz keinerlei Fahrräder verleiht! Puh, schwer verdaulich, da der Lütte ganze Zeit mit uns cruisen wollte. Durch die Homepage haben wir erfahren, dass es einen Fahrradverleih in Fehmarn gibt (2RadFehmarn), der die Fahrräder liefert und wieder abholt! Man kann online reservieren oder kurz anrufen. Super Service! 6Tage für 38€ erschien uns fair.

Internetzugang ist über WLAN zu buchen für 7€/pro Woche und das für 1 Endgerät. Bandbreite war okay. Preis Top!

Der Supermarkt vor Ort ist leider schlecht ausgestattet und schließt zwischen 13-15Uhr! Dafür kann die ältere Dame, welche als Kassiererin arbeitet, alles „im Kopf“ rechnen. Ist zwar schön, hat uns jetzt aber bei unseren Plänen mit Hilfe von Maggi-Fix etwas Leckeres zu zaubern nicht weitergebracht. Gekühlte Getränke gab es dafür zu humanen Preisen.

Das Restaurant „Bernstein“ ist lecker aber etwas teuer. Zu Stoßzeiten muss man schon mal länger warten. Leider öffnet es erst um 17Uhr und schließt auch recht bald um 22Uhr. Somit ist weit und breit mittags nur das Würstchen am Strand zu bekommen. Kartenzahlung ist auch nicht möglich. Blöd wenn man nur 20€ dabei hat und dann erst bei der Bezahlung darauf hingewiesen wird! (Ist uns das letzte Mal passiert)

Die „Kinderanimation“ haben wir links liegen lassen, da es einfach viel zu heiß war! Erst abends kamen die Leute aus ihren „Bauten“ und vergnügten sich bis 22Uhr. –Dann ist nämlich schlagartig Ruhe im Karton!

Fazit: Alles in allem war der Platz okay. Was sich verändert hat ist das Publikum und die Preise haben angezogen. Bspw. Wäsche waschen hat sich preislich verdoppelt. Hervorzuheben ist der Strand, der Stellplatz, der phänomenale Kassettentoilettenreinigungsautomat und die Kennzeichenerkennung an der Schranke.

Update: Nachdem wir uns einen Tag vor Umzug den neuen Platz angesehen haben, haben wir alles dran gesetzt auf dem Inselcamp zu bleiben. Gründe: für uns zu naturbelassen, ältere Duschen, kleiner Stellplatz und fast alle Zuwege mit tiefem –Schotter/Kiesel.

Es versteht sich von selbst, dass man schon sehr viel Glück haben muss um in der Hauptsaison einen Stellplatz für eine ganze Woche zu ergattern. –Wir hatten es! Wir waren so froh, dem anderen Platz stornieren zu können und sind sofort 30m zum neuen Stellplatz gezogen.

Positiv möchte ich noch die Geschwindigkeitsbegrenzung von 5km/h hervorheben, an die sich leider nicht jeder hält.

Der Resturlaub verlief wie erwartet mit Sonnenbrand und kühlem Radler!

Kurios: Einen Tag vor Abreise kam eine junge Frau zu uns auf die Parzelle und stellte sich als Eigentümerin des Campingplatzes vor! Sie hatte eben diesen Bericht gelesen und hatte 1-2 Anmerkungen dazu, die ich hier sehr gerne noch einmal aufgreifen möchte:

– die Waschmaschinenpreise wurden 2008 von €3 auf €4 erhöht. (Fehler unsererseits)

– die Ausstattung des Supermarktes ist der Größe des verfügbaren Raums geschuldet.

Sehr nette Eigentümerin, die Kundenzufriedenheit ernst nimmt, und den Eindruck vermittelt, ihren Job gern zu machen.

Fazit: Wir waren gerne auf Fehmarn und werden, falls wir die Insel wieder ansteuern, auf alle Fälle auf dem Inselcamp wieder halt machen!

Samstag geht´s weiter zur 3. und letzten Etappe: „Camping Südstrand“

1 KOMMENTAR

  1. Hallo toller Bericht. Kurzweilig beim Lesen. 🙂
    Auf den Bericht vom Camping Südstrand bin ich mal gespannt. Waren diesen Sommerurlaub auch dort. Leider nur auf Durchreise.

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